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Niedersächsischer Landesbeauftragter für Opferschutz

Es ist ein starkes Zeichen für den Opferschutz in Niedersachsen: Die Landesregierung hat am 29. Oktober 2019 beschlossen, den Leitenden Oberstaatsanwalt a.D. Thomas Pfleiderer zum Niedersächsischen Landesbeauftragten für Opferschutz zu ernennen.

Thomas Pfleiderer (geb. 1950) verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Justiz. Er war tätig bei der Generalstaatsanwaltschaft in Celle, beim Generalbundesanwalt in Karlsruhe sowie als Leitender Oberstaatsanwalt in Bückeburg und zuletzt in Hildesheim. Er war in seiner beruflichen Laufbahn mit ganz unterschiedlichen Formen der Kriminalität befasst und weiß um die Leiden und Bedürfnisse der Betroffenen. Als Landesbeauftragter für Opferschutz unterstützt Thomas Pfleiderer sowohl Opfer allgemeiner Kriminalität als auch Betroffene etwaiger sogenannter Großschadensereignisse (zum Beispiel Terroranschläge oder Amokläufe) in ihren Anliegen.

Sie haben Fragen an Herrn Pfleiderer oder ein Anliegen?

Unter folgenden Kontaktdaten können Sie den Opferschutzbeauftragten erreichen:

Geschäftsstelle des Landesbeauftragten für Opferschutz in Niedersachsen
Am Waterlooplatz 1
30169 Hannover

Telefon: (0511) 120 – 8751
E-Mail: Opferschutzbeauftragter@mj.niedersachsen.de

Justizministerin Barbara Havliza: „Terroranschläge wie jener auf dem Berliner Breitscheidplatz im Jahr 2016 haben gezeigt, dass ein zentraler Ansprechpartner für die Opfer und Hinterbliebenen eine große Hilfe und Entlastung ist. Thomas Pfleiderer wird den Betroffenen eine Stimme geben. Er wird sich stark dafür einsetzen, dass Betroffenen in Niedersachsen schnell und unbürokratisch geholfen wird.“

Der Opferschutz ist im Flächenland Niedersachsen dezentral organisiert. Die Stiftung Opferhilfe hat insgesamt elf Regionalbüros, in denen das Hilfs- und Beratungsangebot von den Bürgerinnen und Bürgern stark nachgefragt wird. Zugleich ist in Niedersachsen in jüngerer Vergangenheit häufig der Wunsch geäußert worden, einen zentralen Ansprechpartner zu benennen, der einen Überblick über bestehende Angebote hat und individuelle Hilfe vermitteln kann. Diese Aufgabe übernimmt nun der Opferschutzbeauftragte. Er ist ein öffentlich präsenter Fürsprecher für die Belange von Opfern, ganz gleich, ob sie zum Beispiel von häuslicher Gewalt oder von einem Terroranschlag betroffen sind.

Der Landesbeauftragte für Opferschutz ist mit seiner Geschäftsstelle an das Niedersächsische Justizministerium angegliedert. Die Tätigkeit erfolgt ehrenamtlich. Die Funktion als Beauftragter wird sachlich unabhängig und frei von Weisungen ausgeübt.

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