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Niedersächsischer Landesbeauftragter für Opferschutz

Der Niedersächsische Landesbeauftragte für Opferschutz, Thomas Pfleiderer, ist Fürsprecher für einen gelingenden Opferschutz in Niedersachsen und setzt sich für die Belange der Betroffenen ein.

Herr Pfleiderer verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Justiz. Er war tätig beim Generalbundesanwalt in Karlsruhe, bei der Generalstaatsanwaltschaft in Celle sowie als Leitender Oberstaatsanwalt in Bückeburg und zuletzt in Hildesheim. Er war in seiner beruflichen Laufbahn mit ganz unterschiedlichen Formen der Kriminalität befasst und weiß um die Situation und die Bedürfnisse der Betroffenen.

Seine Tätigkeit erfolgt ehrenamtlich. Die Funktion als Landesbeauftragter übt er sachlich unabhängig und frei von Weisungen aus. Die rechtliche Grundlage bildet das Gesetz über die Niedersächsische Landesbeauftragte oder den Niedersächsischen Landesbeauftragten für Opferschutz (NLfOG) vom 22. September 2022.

Portraitbild Thomas Pfleiderer   Bildrechte: MJ
Thomas Pfleiderer, Landesbeauftragter

Unterstützung erhält der Landesbeauftragte durch eine hauptamtliche Geschäftsstelle, welche an das Niedersächsische Justizministerium angegliedert ist. Die Geschäftsstelle des Landesbeauftragten ist vor allem zentrale Anlaufstelle für alle Opfer von Straftaten und ihnen nahestehende Personen. Die Mitarbeitenden bringen in Erfahrung, welche Hilfe benötigt wird, und leiten Betroffene an geeignete Unterstützungssysteme weiter.

Dafür vernetzen sich die Mitarbeitenden der Geschäftsstelle landes- und bundesweit mit Opferschutzeinrichtungen und -organisationen, Behörden und Akteuren der Prävention.

Es erfolgt keine Rechtsberatung in Form von einzelfallbezogener Beratung zu einem bestimmten Ermittlungs- bzw. Strafverfahren oder sonstigen Verfahren im Zivil- oder Entschädigungsrecht. Auch kann kein Einfluss auf Verfahrensverläufe genommen werden oder ein Rechtsbeistand vermittelt werden.

Der Landesbeauftragte unterstützt zudem die im Opferschutz tätigen Akteure in ihren Anliegen und ist bestrebt, die Landschaft der Opferunterstützung und des Opferschutzes zu stärken und bekannter zu machen. Hierzu ist ihm sehr an einem stetigen Austausch mit der Fachwelt gelegen.

Der Landesbeauftragte und seine Geschäftsstelle unterstützen auch Betroffene etwaiger sogenannter straftatbezogener Großschadensereignisse (zum Beispiel Terroranschläge oder Amokläufe).

Im Nachgang zu einem solchen Ereignis entstehen zahlreiche Fragen und Versorgungslagen. Durch die Geschäftsstelle des Landesbeauftragten können Fragen zentral bearbeitet und Betroffene ohne Umwege in geeignete Unterstützungsformen vermittelt werden. Im Fall eines Großschadensereignisses hilft die Geschäftsstelle des Landesbeauftragten auf diese Weise Betroffenen, die Opfer eines Großschadensereignisses in Niedersachsen geworden sind, sowie Menschen aus Niedersachsen, die ein solches Ereignis in einem anderen Bundesland oder auch im Ausland erleben mussten. Auch nahestehende Personen finden bei Bedarf Unterstützung.

Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann: „Der Opferschutzbeauftragte ergänzt zusammen mit seiner Geschäftsstelle den in Niedersachsen sehr gut aufgestellten Opferschutz. Durch das zentrale Hilfsangebot müssen Betroffene nicht selbst und langwierig recherchieren, um eine passgenaue Hilfe in ihrer Nähe zu finden. Ich bin zudem froh, dass für den hoffentlich nie eintretenden Fall eines Großschadensereignisses Thomas Pfleiderer mit seinem Team die zentrale Koordinierung des Opferschutzes übernimmt.“

Sie haben Fragen oder ein Anliegen?

Unter folgenden Kontaktdaten können Sie die Geschäftsstelle des Landesbeauftragten erreichen:

Geschäftsstelle des Landesbeauftragten für Opferschutz in Niedersachsen
Am Waterlooplatz 1
30169 Hannover
Telefon: (0511) 120 – 8737
E-Mail: Opferschutzbeauftragter@mj.niedersachsen.de

Sollten Sie die Mitarbeitenden der Geschäftsstelle des Landesbeauftragten nicht persönlich erreichen können, aufgrund einer besonderen Belastungssituation jedoch sofort eine Ansprechperson benötigen, so können Sie sich an das kostenlose Beratungstelefon der Telefonseelsorge unter Tel.: 0800 1110111 oder Tel.: 0800 1110222 wenden. Wenn Sie sich in einer akuten Bedrohungs- oder Gefahrensituation befinden, wählen Sie bitte den Notruf 110.

Auf der Internetseite www.opferschutz-niedersachsen.de erhalten Sie darüber hinaus eine Übersicht und allgemeine Informationen zu Ihren Rechten und für Ihre Begleitung, wenn Sie von einer Straftat betroffen sind, sowie eine Übersicht über Anlauf- und Beratungsstellen in Niedersachsen.


Logo Niedersächsischer Landesbeauftragter für Opferschutz   Bildrechte: MJ

Geschäftsstelle des Landesbeauftragten für Opferschutz in Niedersachsen

Am Waterlooplatz 1
30169 Hannover
Telefon: (0511) 120 – 8737
E-Mail: Opferschutzbeauftragter@mj.niedersachsen.de

Gesetz über die Niedersächsische Landesbeauftragte oder den Niedersächsischen Landesbeauftragten für Opferschutz (NLfOG)

  NLfOG.pdf
(PDF, 0,83 MB)

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