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„Opferschutz muss da ankommen, wo er gebraucht wird!“

Opferschutzbeauftragter legt ersten Jahresbericht vor / Übergabe an Justizministerin Havliza


Die Niedersächsische Justizministerin Barbara Havliza hat heute stellvertretend für die Landesregierung in Hannover den ersten Jahresbericht des Niedersächsischen Landesbeauftragten für Opferschutz, Thomas Pfleiderer, entgegengenommen. Havliza: „Thomas Pfleiderer ist seit November 2019 im Amt. Der Blick auf seine bislang geleistete Arbeit zeigt: Es war eine gute und richtige Entscheidung für Niedersachsen, einen Beauftragten zu berufen, der sich als Stimme für die Opfer und deren Schutz versteht. Thomas Pfleiderer nimmt im Opferschutz eine Lotsenfunktion wahr. Ich bin mir sicher, dass seine Arbeit zu einer weiteren Stärkung der Situation von Betroffenen führen wird. Besonders freue ich mich darüber, dass Thomas Pfleiderer und sein Team im Hintergrund für die Fälle vorsorgen, die uns hoffentlich niemals ereilen werden: Anschläge oder Amoktaten. Der Opferschutzbeauftragte hat die notwendigen Vorkehrungen getroffen, damit im Ernstfall sehr schnell und kompetent unterstützt und geholfen werden kann. Erfahrungen aus anderen Bundesländern haben gezeigt, dass dies für die Betroffenen ganz besonders wichtig ist.“

Der Jahresbericht ist hier abrufbar.

Mit dem nun der (Presse-)Öffentlichkeit vorgestellten Bericht stellt der Landesbeauftragte seine Arbeit des vergangenen Jahres vor.

Pfleiderer betonte im Rahmen der Vorstellung des Jahresberichts, dass es ihm ein wichtiges Anliegen ist, dass die Hilfe direkt bei den Menschen im Land ankommt. Ein niedrigschwelliger Zugang, eine adressatenbezogene Information sowie eine gute Vernetzung aller Akteure seien dafür unerlässlich.

„Der Anfang ist gemacht! Wir haben zahlreiche Kontakte knüpfen können und konnten bereits erste Arbeitsfelder identifizieren und Maßnahmen angehen“, so Pfleiderer.

Der ehemalige Leitende Oberstaatsanwalt und seine Geschäftsstelle fungieren als zentrale Anlaufstelle für alle Opfer von Straftaten und ihnen nahestehende Personen im Land. Die Mitarbeiterinnen seiner Geschäftsstelle leisten eine Erstberatung und leiten Betroffene an geeignete Unterstützungssysteme weiter.

Daneben ist ein weiterer wichtiger Schwerpunkt die Unterstützung von Betroffenen etwaiger sogenannter Großschadensereignisse. Im Nachgang zu einem solchen Ereignis entstehen zahlreiche Fragen und Versorgungslagen. Der Landesbeauftragte für Opferschutz übernimmt dann mit seiner Geschäftsstelle die zentrale Koordinierung des Opferschutzes für dieses Ereignis. Durch die Geschäftsstelle des Landesbeauftragten können Fragen zentral bearbeitet und Betroffene ohne Umwege in geeignete Unterstützungsformen vermittelt werden. Im Terrorfall ist der Beauftragte der Bundesregierung für die Anliegen von Opfern und Hinterbliebenen von terroristischen Straftaten im Inland primär zuständig. Der Landesbeauftragte steht dann unterstützend beiseite.


Die Geschäftsstelle ist über eine zentrale Nummer und E-Mail-Adresse erreichbar.


Hilfe und Unterstützung für Opfer von Straftaten
Der Niedersächsische Landesbeauftragte für Opferschutz, Herr Thomas Pfleiderer, ist zentraler Ansprechpartner für Opfer von Straftaten. Betroffene erhalten dort Hilfe und Unterstützung. Die Geschäftsstelle ist unter 0511/120‑8737 sowie opferschutzbeauftragter@mj.niedersachsen.de erreichbar.
Weitere Informationen unter: www.mj.niedersachsen.de/opferschutzbeauftragter


Zum Hintergrund:

Thomas Pfleiderer, Jahrgang 1950, wurde mit Beschluss der Landesregierung vom 29. Oktober 2019 zum 01. November 2019 zu Niedersachsen erstem Landesbeauftragte für Opferschutz ernannt. Er arbeitet ehrenamtlich und unabhängig von Weisungen. Seiner Ernennung war die Besprechung der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 14. Juni 2018 vorausgegangen, infolge derer die Einrichtung von zentralen Strukturen des Opferschutzes in den Ländern beschlossen wurde. Die Einrichtung dieser Opferschutzstrukturen hatte der Beauftragte der Bundesregierung für die Opfer und Hinterbliebenen des Terroranschlags auf dem Breitscheidplatz in seinem Abschlussbericht empfohlen.




Schmuckgrafik   Bildrechte: MJ

Artikel-Informationen

erstellt am:
02.06.2021

Ansprechpartner/in:
Herr Christian Lauenstein

Nds. Justizministerium
Pressesprecher
Am Waterlooplatz 1
30169 Hannover
Tel: 0511 / 120-5044

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