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„Justizsozialarbeitende sind stille Heldinnen und Helden der Justiz“

Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann besucht Ambulanten Justizsozialdienst in Osnabrück


„Justizsozialarbeiterin“ – unter dieser Berufsbezeichnung können sich wohl die wenigstens Menschen in Niedersachsen etwas vorstellen. Bei der Bezeichnung „Bewährungshelfer“ klingelt es schon eher. „Das ist auch nicht falsch. Die Bewährungshilfe ist ein wichtiger Teil unserer Tätigkeit. Wir machen aber noch viel mehr. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernehmen als Teil der Strafjustiz auch Aufgaben der Führungsaufsicht und der Gerichtshilfe. Zudem unterstützen sie die elf Opferhilfebüros der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen personell.“, sagte dazu Thomas Casper, als er Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann Anfang Januar bei der Bezirksleitung Osnabrück des Ambulanten Justizsozialdienstes (AJSD) empfing. Diese kümmert sich um die Belange von insgesamt rund 50 Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern im Dienst der Justiz in der Region Osnabrück- Grafschaft Bentheim – Emsland.

Deutlich wurde beim Rundgang der Ministerin durch die Räumlichkeiten des AJSD, dass hier alles andere als Dienst nach Vorschrift auf dem Programm steht. So hatten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Beispiel kleine Weihnachtsgeschenke für die Klienten, aber auch deren Kinder besorgt.

Dr. Kathrin Wahlmann zeigte sich nach Gesprächen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entsprechend beeindruckt von deren Einsatz: „Als ehemalige Strafrichterin kenne ich natürlich die Klienten sehr genau, mit denen Sie es hier zu tun haben. Ich finde es toll, wie Ihnen dabei der Spagat zwischen Unterstützung, aber auch kritischer Begleitung gelingt. Sie leisten jeden Tag einen Beitrag zur gelungen Resozialisierung und zur Sicherheit der Menschen in unserem Land. Denn durch ihre Hilfe können diejenigen, die zur Mitarbeit bereit sind, dauerhaft Wege aus der Straffälligkeit finden. Gleichzeitig ermöglichen Sie es den Gerichten, diejenigen zu identifizieren, die ihre Bewährungschance nicht erfolgreich nutzen. Angesichts der Herausforderungen, mit denen sie täglich erfolgreich umgehen müssen, kann man sie zurecht als ‚stille Heldinnen und Helden der Justiz‘ bezeichnen.“

Gefragt nach ihren Wünschen für die Zukunft sprachen sich die Osnabrücker Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des AJSD vor allem für eine noch engere Verzahnung mit dem Vollzug aus. Dazu versprach Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann: „Ich halte dieses Thema für ganz wichtig. Nichts ist schlimmer, als Menschen am Ende der Haft unvorbereitet in die Freiheit zu entlassen. Gefangene brauchen eine realistische Perspektive, damit sie nicht in alte Muster zurückfallen. Der AJSD kann hier einen entscheidenden Beitrag leisten und helfen, zum Beispiel eine Wohnung oder eine Arbeitsstelle zu finden – dazu brauchen wir eine bestmögliche Verzahnung von Vollzug und Bewährungshilfe. Ich weiß, dass in dieser Hinsicht schon einiges läuft – aber da, wo noch Verbesserungen nötig sind, werden wir sie gemeinsam mit dem Justizvollzug erreichen.“

Das Bild zeigt von links: Herrn Thomas Casper Bezirksleiter im Bezirk Osnabrück des AJSD, die Niedersächsische Justizministerin Frau Dr. Kathrin Wahlmann sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des AJSD im Bezirk Osnabrück.   Bildrechte: MJ
Das Bild zeigt von links: Herrn Thomas Casper Bezirksleiter im Bezirk Osnabrück des AJSD, die Niedersächsische Justizministerin Frau Dr. Kathrin Wahlmann sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des AJSD im Bezirk Osnabrück.
Schmuckgrafik   Bildrechte: MJ

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erstellt am:
21.02.2024

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