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Präventionsprogramm PARTS in Niedersachsen eingeführt

Neue Toleranzförderung an Grundschulen / Große Nachfrage


Niedersachsen hat erfolgreich die Toleranzförderung PARTS an Grundschulen eingeführt. Das Programm wurde durch das Landesprogramm für Demokratie und Menschenrechte mit Landesmitteln gefördert und stieß in über 100 Schulen in einer Pilotphase 2021/2022 auf große Resonanz.

PARTS steht für Präventionsprogramm zur Förderung von Akzeptanz, Respekt, Toleranz und sozialer Kompetenz. Landesweit haben rund 200 Lehrerinnen und Lehrer, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter das Angebot wahrgenommen und PARTS an ihrer Grundschule durchgeführt. Mit diesem Programm wird nachweislich die Toleranz von Schulkindern der 3. und 4. Klasse gegenüber anderen Nationalitäten und Kulturen sowie schlicht dem „anders sein“ gefördert. Auch werden sozial-kognitive Fähigkeiten gestärkt.

Das Programm beruht auf der entwicklungspsychologischen Erkenntnis, dass Toleranz und respektvoller Umgang mit Menschen aller Kulturen bereits in der frühen Kindheit erlernt werden. Das Grundschulalter erweist sich dabei als besonders sensible Phase. PARTS besteht aus insgesamt 15 Übungseinheiten zu je 45 Minuten und kann im Schulalltag in unterschiedlichen Fachstunden umgesetzt werden. Im Rahmen der Fachstunden wird sodann interkulturelles Wissen vermittelt. Es wird trainiert, Perspektiven zu wechseln und soziale Problemlösungen zu erreichen. Über Geschichten, die die Kinder lesen und diskutieren, werden positive Kontakte zu Kindern aus anderen Kulturen indirekt hergestellt.

PARTS wurde an der Friedrich-Schiller-Universität Jena entwickelt und wissenschaftlich evaluiert. Die Forscher aus Jena haben herausgefunden: Kinder, die an dem Programm teilnahmen, zeigten später erkennbar weniger negative Vorurteile als Kinder, die dieses Programm nicht durchlaufen hatten. Diese Veränderungen konnten auch noch sechs Jahre nach Durchführung des Programms bestätigt werden. Noch im Jugendalter fielen diese Kinder im Vergleich durch positivere demokratische Einstellungen sowie eine geringere Affinität zu extremistischen Gruppen auf.

Die Fortbildung wird von der im Niedersächsischen Justizministerium angesiedelten Koordinierungsstelle des Landesprogramms für Demokratie und Menschenrechte in Kooperation mit dem Kultusministerium angeboten. Die ersten 200 Plätze waren schnell vergriffen. Die anhaltend große Nachfrage spiegelt die hohe Relevanz der Thematik und das Interesse der Fachkräfte an praxisrelevanten und wirksamen Methoden wider. Die Fortbildungen sollen auch nach Abschluss der Pilotphase weiter angeboten werden.

Einen Flyer zum Programm können Sie hier abrufen.

Vormerkungen zur Teilnahme ab 2023 an: kostlp@mj.niedersachsen.de

Schmuckgrafik   Bildrechte: MJ
Logo des Landesprogramms für Demokraie und Menschenrechte   Bildrechte: MJ

Artikel-Informationen

erstellt am:
19.07.2022
zuletzt aktualisiert am:
21.07.2022

Ansprechpartner/in:
Herr Christian Lauenstein

Nds. Justizministerium
Pressesprecher
Am Waterlooplatz 1
30169 Hannover
Tel: 0511 / 120-5044

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