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Täter-Opfer-Ausgleich

Der Täter-Opfer-Ausgleich entstand in den 80er Jahren zunächst als Modellversuch zur Konfliktschlichtung zwischen Tätern und Opfern von Straftaten. Diesen wird dabei eine Gelegenheit geboten, außergerichtlich unter Beteiligung eines unparteiischen Dritten Konflikte, die entweder zu der Straftat geführt haben oder durch diese erst begründet wurden, befriedigend beizulegen. Schadenswiedergutmachung, Konfliktausgleich sowie im Idealfall auch die dauerhafte Versöhnung zwischen den Beteiligten gehören zu den Elementen, die für den Täter-Opfer-Ausgleich kennzeichnend sind. Dessen Kernbereich bildet die Auseinandersetzung zwischen Täter und Opfer im Rahmen einer persönlichen und unter Umständen auch wiederholten Begegnung. Die unmittelbare Konfrontation im Gespräch hilft den Beteiligten, die Straftat aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, und ermöglicht damit auch eine beiderseitige Aufarbeitung der emotionalen Probleme. Der Täter soll darüber hinaus für die beim Opfer hervorgerufenen Folgen seiner Straftat sensibilisiert werden. Die daraus resultierende persönliche Betroffenheit des Täters soll ihn nicht zuletzt von der Begehung weiterer Straftaten abhalten.

Für die Strafrechtspflege bedeutet der Täter-Opfer-Ausgleich eine neue Form des Umgangs mit Kriminalität, weil dieses Konzept nicht vorrangig das am Täter orientierte Strafbedürfnis in den Vordergrund stellt, sondern der Autonomie der Beteiligten mehr Raum bietet. Ein Täter-Opfer-Ausgleich kann von den Tatbeteiligten, von der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder dem Gericht angeregt werden. Die Voraussetzungen eines Täter-Opfer-Ausgleichs sind in jeder Lage des Verfahrens zu prüfen.

Für den Täter-Opfer-Ausgleich sind vor allem Fälle der sogenannten "Bagatellkriminalität" wie Körperverletzungsdelikte, Sachbeschädigungen, Bedrohungen, Nötigungen und Beleidigungen geeignet.

In Niedersachsen wird die "Mediation in Strafsachen" durch die Einrichtung und Unterhaltung justizieller Konfliktschlichtungsstellen staatlich unterstützt.

Der Täter-Opfer-Ausgleich ist ein fachlicher Schwerpunktbereich der beim Oberlandesgericht Oldenburg zum 01. Januar 2009 neu geschaffenen Abteilung " Ambulanter Justizsozialdienst Niedersachsen (AJSD)", zu der die bisher getrennten Zweige des sozialen Dienstes unter einer zentralen Leitung zusammengeführt wurden. Mit der Durchführung des Täter-Opfer-Ausgleichs werden speziell ausgebildete Konfliktschlichter des AJSD betraut, die in den derzeit noch örtlich bei den Staatsanwaltschaften angesiedelten Gerichtshilfestellen tätig sind.

Konfliktschlichtungsstellen für Täter-Opfer-Ausgleich:

Ambulanter Justizsozialdienst Niedersachsen - Bezirk Aurich
Rainer Cordes
Schlossplatz 10, 26603 Aurich
Tel.: 04941 131259
Fax: 04941 131306
e-mail: rainer.cordes@justiz.niedersachsen.de

Ambulanter Justizsozialdienst Niedersachsen - Bezirk Braunschweig
Corinna Koopten-Bohlemann
Kasernenstr. 25, 38106 Braunschweig
Tel. 0531 488-1708
e-mail: Corinna.Koopten-Bohlemann@justiz.niedersachsen.de

Ambulanter Justizsozialdienst Niedersachsen - Bezirk Bückeburg
Susanne Herbst
Haltenhoffstr. 226, 30419 Hannover
Tel. 0511 2780413

E-Mail: Susanne.Herbst@justiz.niedersachsen.de

Ambulanter Justizsozialdienst Niedersachsen - Bezirk Göttingen
Stephan Hunold
Reinhäuser Landstr. 10, 37083 Göttingen,
Tel.: 0551/5076321
e-mail: Stephan.Hunold@justiz.niedersachsen.de

Ambulanter Justizsozialdienst Niedersachsen - Bezirk Hildesheim
Marion Gottschlich
Kaiserstr. 60, 31134 Hildesheim
Tel: 05121-968 219
Fax: 05121-968 223
E-Mail: Marion.Gottschlich@justiz.niedersachsen.de

Ambulanter Justizsozialdienst Niedersachsen - Bezirk Lüneburg
Gisela Kruse
Burmeisterstr. 6, 21335 Lüneburg

Tel. 04131 202-578
e-mail: gisela.kruse@justiz.niedersachsen.de

Ambulanter Justizsozialdienst Niedersachsen - Bezirk Oldenburg
Bettina Kassebaum
Koppelstr. 3, 26135 Oldenburg
Tel. 0441 220-1932
E-Mail: Bettina.Kassebaum@justiz.niedersachsen.de

Ambulanter Justizsozialdienst Niedersachsen - Bezirk Osnabrück
Henning Brunschier,
Johannisfreiheit 5, 49074 Osnabrück
Tel.: 0541 358-4276

E-Mail: Henning.Brunschier@justiz.niedersachsen.de

Ambulanter Justizsozialdienst Niedersachsen - Bezirk Stade
Nicole Brauner
Archivstraße 7, 21682 Stade
Tel. 04141 107-286
Fax: 04141 107-642
e-mail: Nicole.Brauner@justiz.niedersachsen.de

Ambulanter Justizsozialdienst Niedersachsen - Bezirk Verden
Vera Vrbancic
Bahnhofstr. 9, 28857 Syke
Tel.: 04242 5090082
e-mail: Vera.Vrbancic@justiz.niedersachsen.de

Darüber hinaus werden derzeit die folgenden freien Konfliktschlichtungsstellen staatlich gefördert, soweit diese ebenfalls einen Täter-Opfer-Ausgleich durchführen:

Waage Hannover e. V.
Verein für Konfliktschlichtung und Wiedergutmachung

Lärchenstr. 3, 30161 Hannover
Tel. 0511 / 388 35 58
Fax 0511 / 3482586
E-Mail: waage-hannover@t-online.de

Konfliktschlichtung e. V.
Kaiserstr. 7, 26122 Oldenburg
Tel. 0441 / 27293
Fax 0441 / 3503227
E-Mail: info@konfliktschlichtung.de

Volkshochschule Emden e. V.
Mediationsbüro / Täter-Opfer-Ausgleich
An der Berufsschule 3, 26721 Emden
Tel. 04921 / 9155-0
Fax 04921 / 9155-94
E-Mail: mediationsbuero@vhs-emden.de

SKM - Katholischer Verein für soziale Dienste in Lingen e. V.
Lindenstr. 13, 49808 Lingen
Tel. 0591 / 91246-0
Fax 0591 / 91246 - 23
E-Mail: skm@skm-lingen.de

Präventionsrat im Harlingerland e. V.
Isumser Str. 1 - 3, 26409 Wittmund
Tel. 04462 / 911-0
Fax 04462 / 911150
E-Mail: toa@praeventionsrat-harlingerland.de

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