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Sicher wohnen, sicher leben: Wohnraum für gewaltbetroffene Frauen im Fokus

Wer vor häuslicher Gewalt flieht, braucht nicht nur Schutz, sondern auch eine sichere Perspektive auf das eigene Zuhause. Genau hier setzt die diesjährige Jahrestagung der Sicherheitspartnerschaft im Städtebau (SiPa) an. Unter dem Titel „Gemeinsam handeln, sicher leben – Wohnraum für gewaltbetroffene Frauen“ sind am 17.09.2026 in Hannover Vertreterinnen und Vertreter aus Wohnungswirtschaft, Kommunen, Polizei, Opferhilfe, Frauenhäusern und Wohnungslosenhilfe zusammengekommen.

Der Schutz vor häuslicher Gewalt beginnt an der Haustür – und ist eine gemeinsame Verantwortung unserer Gesellschaft. Wenn Frauen ihre Wohnung verlieren oder in einer von Gewalt geprägten Beziehung bleiben, weil ihnen eine sichere Wohnperspektive fehlt, dürfen wir die Betroffenen nicht allein lassen. Umso wichtiger sind verlässliche Kooperationen zwischen dem Unterstützungssystem für gewaltbetroffene Frauen, Kommunen und Wohnungsunternehmen, betont Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann.

Die Veranstaltung knüpft auch an die Niedersächsische Kampagne „Kein Raum für Häusliche Gewalt“ an, die Wohnungsunternehmen stärker in den Opferschutz einbindet: Hilfe & Beratung – Kein Raum für häusliche Gewalt

IHK Niedersachsen (IHKN) wird neues Mitglied

Ein besonderer Höhepunkt in diesem Jahr: Die IHK Niedersachsen (IHKN) ist neues Mitglied der Sicherheitspartnerschaft. Die entsprechende gemeinsame Vereinbarung unterzeichneten Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann und IHKN-Hauptgeschäftsführerin Monika Scherf. Die IHKN vertritt als Landesarbeitsgemeinschaft der sieben Niedersächsischen Industrie- und Handelskammern mehr als 530.000 gewerbliche Unternehmen.

„Der Beitritt der IHK Niedersachsen ist ein starkes Signal für die Zukunft der Sicherheitspartnerschaft. Sicherheit gelingt am besten, wenn Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam handeln. Mit der IHKN gewinnen wir einen neuen Partner, der wichtige Erfahrungen und Perspektiven in die SiPa einbringt“, sagt Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann.

Auch IHKN-Hauptgeschäftsführerin Monika Scherf unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit: „Sicherheit ist ein wichtiger Standortfaktor. Das gilt für Wohnquartiere genauso wie für Innenstädte und öffentliche Räume. Menschen müssen sich sicher fühlen und gerne dort aufhalten – davon profitieren auch Handel, Gastronomie und Dienstleistungen.“

Sechs Wohnobjekte erhalten Qualitätssiegel für sicheres Wohnen

Justizministerin Dr. Wahlmann hat im Rahmen der Jahrestagung erneut Wohnobjekte ausgezeichnet, die sich besonders für ein sicheres Wohnumfeld engagieren. Prämiert wurden ein Wohnobjekt der Nibelungen-Wohnbau-GmbH Braunschweig sowie fünf Objekte der Kreiswohnbaugesellschaft Hildesheim (kwg). Die Nibelungen-Wohnbau-GmbH erhält das Siegel für ihr Objekt in der Gerastraße und am Greizweg in Braunschweig. Die fünf ausgezeichneten Objekte der kwg befinden sich in Gronau (Leine), Hildesheim, Giesen und Alfeld.

Hintergrund:

Die Sicherheitspartnerschaft im Städtebau (SiPa) ist ein Zusammenschluss von 23 Akteuren aus den Bereichen Sicherheit, Wohnen, Planen, Bauen, Kommune sowie Wissenschaft. Ziel des Netzwerks ist es, durch präventive städtebauliche Maßnahmen und interdisziplinäre Zusammenarbeit die Kriminalitätsprävention im Wohnumfeld zu stärken und das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zu stärken. Die Sicherheitspartnerschaft ist Teil des Landespräventionsrats Niedersachsen im Niedersächsischen Justizministerium.

Schmuckgrafik   Bildrechte: MJ

Artikel-Informationen

erstellt am:
18.09.2026

Ansprechpartner/in:
Herr Simon Beschoten

Nds. Justizministerium
Pressesprecher
Am Waterlooplatz 1
30169 Hannover
Tel: 0511 120-5044

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