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Extremismusprävention: Gefahren der islamistischen Radikalisierung im digitalen Raum

Auf Einladung des Landes-Demokratiezentrums Niedersachsen findet heute im Niedersächsischen Justizministerium ein Fachtag zum Thema „Islamistische Influencer und Radikalisierungsgefahren im digitalen Raum – Impulse für die Extremismusprävention in Niedersachsen“ statt.

Insbesondere Kinder und Jugendliche geraten zunehmend ins Visier islamistischer Akteure: Über die sozialen Medien etwa werden mittels KI verfälschte, emotionalisierte Bilder und Videos aus den Kriegs- und Krisenregionen des Nahen Ostens gepostet, um die Meinungsbildung von Kindern und Jugendlichen zu manipulieren. Junge islamistische Prediger und Aktivisten der mittlerweile verbotenen Gruppierung „Muslim interaktiv“ etwa verbreiteten reichweitenstarke Videos, um eine junge Zielgruppe für öffentlichkeitswirksame Kundgebungen zu mobilisieren.

„Wir leben in einer digitalen Welt, die sich rasant entwickelt und dynamisch verändert. Das erhöht die Gefahr politisch und religiös motivierter Radikalisierung. Extremistische Akteure werben auf digitalen Plattformen gezielt junge Menschen an und verbreiten ihre menschenverachtenden Ideologien mit hoher Reichweite. Mit dem heutigen Fachtag setzt das Landes-Demokratiezentrum Niedersachsen ein wichtiges Signal, um den Blick für eine zukunftsgerichtete Radikalisierungsprävention zu schärfen. Damit schützen wir den freien Glauben und die freie Religionsausübung der hier friedlich lebenden Muslime.“, betont Dr. Thomas Smollich, Staatssekretär im Niedersächsischen Justizministerium.

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Sicherheitsbehörden werden im Rahmen des Fachtags neue Gefahrenlagen, Präventionsmaßnahmen und Bedarfe diskutiert, um Extremismus und radikalen Influencern entgegenzuwirken.

Hintergrund:

Das Landes-Demokratiezentrum Niedersachsen fördert und unterstützt zivilgesellschaftliche Beratungsangebote zum Umgang mit Rechtsextremismus, Islamismus, Antisemitismus und Demokratiefeindlichkeit. Es ist ein wichtiger Impulsgeber für die Präventionslandschaft in Niedersachsen.

Schmuckgrafik   Bildrechte: MJ

Artikel-Informationen

erstellt am:
06.05.2026

Ansprechpartner/in:
Herr Simon Beschoten

Nds. Justizministerium
Pressesprecher
Am Waterlooplatz 1
30169 Hannover
Tel: 0511 120-5044

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