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Täter-Opfer-Ausgleich

Der Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) entstand in den 1980er Jahren zunächst als Modellversuch zur Konfliktschlichtung zwischen Tätern und Opfern von Straftaten. Sowohl Tätern als auch Opfern wird dabei die Gelegenheit geboten, Konflikte, die entweder zu der Straftat geführt haben oder durch diese erst begründet wurden, zufriedenstellend beizulegen. Das Verfahren wird stets von einem unparteiischen Dritten begleitet. Schadenswiedergutmachung und Konfliktausgleich gehören zu den wesentlichen Elementen eines Täter-Opfer-Ausgleichs. Den Kernbereich bildet die Auseinandersetzung zwischen Täter und Opfer im Rahmen einer persönlichen und unter Umständen auch wiederholten Begegnung. Die unmittelbare Gegenüberstellung im Gespräch hilft den Beteiligten, die Straftat aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Darüber hinaus wird eine beiderseitige Aufarbeitung der emotionalen Probleme ermöglicht. Im Idealfall führt dies auch zu einer dauerhaften Versöhnung zwischen den Beteiligten. Der Täter soll außerdem für die beim Opfer hervorgerufenen Folgen seiner Straftat sensibilisiert werden. Die daraus resultierende persönliche Betroffenheit des Täters soll ihn nicht zuletzt von der Begehung weiterer Straftaten abhalten.

Für die Strafrechtspflege bedeutet der Täter-Opfer-Ausgleich eine neue Form des Umgangs mit Kriminalität, da dieses Konzept nicht vorrangig das am Täter orientierte Strafbedürfnis in den Vordergrund stellt. Vielmehr sichert es den Beteiligten mehr Autonomie zu. Ein Täter-Opfer-Ausgleich kann von den Tatbeteiligten, von der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder von dem Gericht angeregt werden. Die Voraussetzungen eines Täter-Opfer-Ausgleichs sind in jedem Stadium des Verfahrens zu prüfen.

Für den Täter-Opfer-Ausgleich sind vor allem Fälle der mittleren Kriminalität angemessen. In einzelnen Fällen können auch Taten aus dem Bereich der schweren Kriminalität oder der Kleinkriminalität in Betracht kommen. Besonders geeignet ist der Täter-Opfer-Ausgleich bei der Aufarbeitung von Gewaltstraftaten sowie Vermögens- und Eigentumsdelikten.

In Niedersachsen wird die „Mediation in Strafsachen" durch die Einrichtung und Unterhaltung justizieller Konfliktschlichtungsstellen staatlich unterstützt. Darüber hinaus wird in einigen Städten und Gemeinden ein Täter-Opfer-Ausgleich für Jugendliche und Heranwachsende im Alter von 14-21 Jahren von der Jugendhilfe im Strafverfahren (Jugendgerichtshilfe) angeboten.

Der Täter-Opfer-Ausgleich ist ein fachlicher Schwerpunktbereich des Ambulanten Justizsozialdienstes Niedersachsen (AJSD). Mit der Durchführung des Täter-Opfer-Ausgleichs werden als Konfliktschlichter ausgebildete Justizsozialarbeiterinnen und Justizsozialarbeiter betraut.

Konfliktschlichtungsstellen für Täter-Opfer-Ausgleich im Ambulanten Justizsozialdienst Niedersachsen sind:


Ambulanter Justizsozialdienst Niedersachsen - Bezirk Aurich
Bezirksleiter Theodor Buß
Steinstraße 4, 26721 Emden
Tel. 04921/8004301


Ambulanter Justizsozialdienst Niedersachsen - Bezirk Braunschweig
Bezirksleiterin Sonja Schwab
Kasernenstraße 25, 38106 Braunschweig
Tel. 0531/4881732


Ambulanter Justizsozialdienst Niedersachsen - Bezirk Bückeburg
Bezirksleiterin Tanja Mundt
Schulstraße 2, 31675 Bückeburg
Tel. 05722/290292


Ambulanter Justizsozialdienst Niedersachsen - Bezirk Göttingen
Bezirksleiter Jens Brügmann
Reinhäuser Landstraße 2, 37083 Göttingen
Tel. 0551/5076316

Ambulanter Justizsozialdienst Niedersachsen - Bezirk Hildesheim
Bezirksleiterin Marianne Matheis
Twetje 10, 31134 Hildesheim
Tel. 05121/1791214


Ambulanter Justizsozialdienst Niedersachsen - Bezirk Lüneburg
Bezirksleiter Andreas Walenzyk
Im Werder 13, 29221 Celle
Tel. 05141/9090676


Ambulanter Justizsozialdienst Niedersachsen - Bezirk Oldenburg
Bezirksleiterin Claudia Kowalewski
Schloßplatz 25/26, 26122 Oldenburg
Tel. 0441/2201917


Ambulanter Justizsozialdienst Niedersachsen - Bezirk Osnabrück
Bezirksleiter Thomas Casper
Johannisfreiheit 5, 49074 Osnabrück
Tel. 0541/3584275


Ambulanter Justizsozialdienst Niedersachsen - Bezirk Stade
Bezirksleiter Christoph Matuschek
Am Burggraben 2, 21680 Stade
Tel. 04141/407614


Ambulanter Justizsozialdienst Niedersachsen - Bezirk Verden
Bezirksleiterin Sabine Henke-Bremer
Friedrichstraße 26, 31582 Nienburg
Tel. 05021/6000810


Darüber hinaus werden derzeit die folgenden freien Konfliktschlichtungsstellen staatlich gefördert, soweit diese ebenfalls einen Täter-Opfer-Ausgleich durchführen:


Waage Hannover e. V.
Verein für Konfliktschlichtung und Wiedergutmachung

Friesenstraße 14, 30161 Hannover
Tel.: 0511 700 521 40
Fax.: 0511 700 521 41
E-Mail: info@waage-hannover.de


Konfliktschlichtung e. V.


Kaiserstraße 7, 26122 Oldenburg
Tel. 0441/27293
Fax 0441/3503227
E-Mail: info@konfliktschlichtung.de


Volkshochschule Emden e. V.
Mediationsbüro/Täter-Opfer-Ausgleich


An der Berufsschule 3, 26721 Emden
Tel. 04921/9155-0
Fax 04921/9155-94
E-Mail: mediationsbuero@vhs-emden.de


SKM - Katholischer Verein für soziale Dienste in Lingen e. V.


Lindenstraße-. 13, 49808 Lingen
Tel. 0591/91246-0
Fax 0591/91246-23
E-Mail: skm@skm-lingen.de


Präventionsrat im Harlingerland e. V.


Isumser Straße 1 - 3, 26409 Wittmund
Tel. 04462/911-0
Fax 04462/911150
E-Mail: toa@praeventionsrat-harlingerland.de


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