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Beeindruckt von der Arbeit in deutschen Gefängnissen

Amerikaner informieren sich über niedersächsischen Justizvollzug


Eine Delegation des US-amerikanischen „Vera Institute of Justice“ hat den niedersächsischen Justizvollzug besucht. „Vera“ ist eine Nichtregierungs-Organisation, die sich in den USA für einen humaneren Strafvollzug einsetzt, Behörden berät und in über 40 US-Bundesstaaten Projekte im Bereich des Justizvollzugs unterstützt und finanziert. Bei einem Besuch der Jugendanstalt Hameln tauschten sich die Vera-Vertreter nun mit Bediensteten und Inhaftierten aus Niedersachsen aus.

Für die Amerikaner war es eine interessante und vor allem ungewohnte Erfahrung, den deutschen Jugendstrafvollzug kennenzulernen und den Umgang mit den jungen Gefangenen unmittelbar zu erleben. Der Strafvollzug in den USA ist im Vergleich zu Deutschland sehr viel repressiver. Die Strafen sind länger, die Bedingungen härter, Therapieangebote stehen nicht im Vordergrund. In Deutschland hingegen ist der Strafvollzug sowohl dazu da, die Allgemeinheit vor weiteren Straftaten zu schützen, als auch die Gefangenen ausreichend auf ein Leben nach der Haft vorzubereiten - mit dem Ziel für mehr Sicherheit zu sorgen; denn eine gelungene Resozialisierung lässt die Rückfallquoten sinken. Umso eindrucksvoller war es für die Amerikaner, wie viel Mühe man sich in Niedersachsen gibt, die Gefangenen aus- und fortzubilden.

Die Delegation besuchte verschiedene Unterkünfte wie die sozialtherapeutische Abteilung und die Sicherheitsabteilung und einige Werkbetriebe. Intensive Gespräche mit Bediensteten der verschiedenen Berufsgruppen und mit jungen Inhaftierten vervollständigten die Eindrücke.

Einen Erfahrungsbericht von „Vera“ zu dem Besuch in Hameln lesen Sie hier: https://www.vera.org/blog/dispatches-from-germany/what-german-prisons-do-differently

Artikel-Informationen

19.09.2018

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