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Projekt „NeFa“

Zukunftsfähige Justizsoftware auf Basis von Standardtechnologien

Justizgewährung effizient sicherstellen

  • Neue, einheitliche Justizsoftware für alle relevanten Bereiche der Justiz
  • An jedem Arbeitsplatz mit weniger Klicks mehr erreichen!
  • Umfassende Unterstützung der Richter- und Rechtspflegerarbeitsplätze

NeFa ist eine neue modulbasierte Justizsoftware. Sie wird im Rahmen des gleichnamigen Projekts der niedersächsischen und der hessischen Justiz und in Abstimmung mit den übrigen EUREKA-Ländern Bremen, Sachsen-Anhalt und dem Saarland entwickelt. Ziel ist, eine neue modulbasierte Justizsoftware zu entwickeln, die neben dem Funktionsumfang der heutigen bewährten Fachverfahren ein wesentlich breiteres Angebot an elektronischer Unterstützung bietet. Zu diesem Zweck wird als moderne Arbeitsplatzunterstützung in den Gerichten ein neues auf Standardbürosoftware basierenden Textsystems und dessen Anbindung an die notwendigen Grundfunktionalitäten des elektronischen Rechtsverkehrs sowie der elektronischen Aktenführung entwickelt. Die Informationstechnik leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Gewährleistung eines kompetenten und verlässlichen staatlichen Rechtsschutzes.

Seit dem 9. März 2012 wird NeFa in den Landgerichten in Hildesheim und Kassel im Bereich der Zivilsachen pilotiert.

Grundlage für den Leistungsumfang der neuen Fachanwendung sind die bewährten Funktionalitäten der bereits heute in der niedersächsischen Justiz eingesetzten Justizfachverfahren. Diese Funktionen für den Bereich der Serviceeinheiten werden selbstverständlich auch in einer neuen ergonomischen Oberfläche zur Verfügung stehen.

Bei den Arbeitsplätzen der Richterinnen und Richter sowie Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger sind Funktionen zur elektronischen Steuerung der nachfolgenden Bearbeitung integriert worden, die individuelle Arbeitsweisen unterstützen. So wird insbesondere die vertraute Verfügungstechnik - einfach und zeitsparend anwendbar - in einer den spezifischen Anforderungen dieser Nutzergruppe entsprechenden Benutzeroberfläche elektronisch abgebildet. Außerdem stehen unabhängig von einer elektronischen oder papierbezogenen Arbeitsweise in einer einheitlichen Oberfläche integrierte Funktionen z. B. zur Literaturrecherche und zur Prozesskostenhilfeberechnung zur Verfügung.

IT-Kompetenz der Justiz nutzen!

  • Eigenentwicklung aus der Justiz für die Justiz
  • Fortschreibung der „EUREKA" - Erfolgsstory
  • Hohe Entwicklungseffizienz durch die größtmögliche Verwendung von Standardprodukten und Fokussierung der Entwicklung auf die geschäftsspezifische Funktionalität der Justiz

Ein erfahrenes justizinternes Entwicklerteam entwickelt effektiv und flexibel eine den praktischen Anforderungen bestmöglich entsprechende Anwendung, die mit wesentlich geringerem Aufwand als heute stetig an sich ändernde Anforderungen angepasst werden kann. Die Erfolgsgeschichte der justizinternen Softwareentwicklung, die zu Beginn der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts mit der Fachanwendung EUREKA begann, wird so konsequent fortgeschrieben.

Das wesentliche Differenzierungsmerkmal des neuen Entwicklungsansatzes gegenüber existierenden Ansätzen ist die größtmögliche Verwendung der Funktionalität von Standardprodukten und Fokussierung der Eigenentwicklung auf die geschäftsspezifische Funktionalität der Justiz unter Nutzung moderner und zukunftssicherer Entwicklungstechnologien. Dies gewährleistet eine hohe Entwicklerproduktivität und integriert die Ansprache der durch die Standardprodukte bereitgestellten Funktionalität. Nicht zuletzt werden so offene Kommunikationsstandards und Datenaustauschformate zur Interoperabilität adressiert, so dass auch die unverzichtbare Unterstützung heterogener Szenarien gesichert ist.

Für die geschäftsspezifische Funktionalität definieren Praktiker aus beiden beteiligten Ländern die justizfachlichen Anforderungen an die Anwendung. Sie haben gemeinsam mit den Entwicklern bereits während der Entwicklung permanent die Ergebnisse begutachtet.

Innovativ die Zukunft gestalten!

  • elektronischen Rechtsverkehr komfortabel integrieren
  • Anbindung der Justiz an Systeme zur elektronischen Aktenführung ermöglichen
  • den mobilen Richterarbeitsplatz der Zukunft unterstützen

Die neue Fachanwendung wird es in geeigneten Verfahren ermöglichen, Vorgänge elektronisch und ohne Medienbrüche zu bearbeiten und Akten elektronisch zu führen.

Auch Infrastrukturkomponenten zur Datenübermittlung, insbesondere das elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach (EGVP), sowie Komponenten zur Dokumentenverwaltung können durch geeignete standardisierte Schnittstellen ohne großen Aufwand in das Gesamtsystem integriert werden.

Desweiteren wird es Schnittstellen für die Verfahrensbeteiligten geben, die auf elektronischem Wege Informationen zum Status des Verfahrens übermitteln (z. B. Eingang, Aktenzeichenvergabe, Vorschussanforderung), was nachhaltige Anreize bietet, Dokumente elektronisch einzureichen.

Dank Online-Anbindung und Ausstattung mit leistungsfähigen und dennoch leichten Notebooks wird der Richterschaft mittelfristig eine mobile und flexible Aufgabenerledigung außerhalb klassischer Büroräume und -zeiten ermöglicht. Die neue Fachanwendung wird dies dadurch unterstützen, dass ihre Funktionalitäten auch außerhalb der Diensträume genutzt werden können.

Bildschirmarbeitsplatz

NeFa - Auftaktveranstaltung am 9. März 2012 auf der CeBIT 2012

Projekt „NeFa“ für Barrierefreiheit ausgezeichnet

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