Schriftgröße:
Farbkontrast:

Aus „NeFa“ wird „e²T“

Das Projekt „NeFa" wurde als gemeinsames Projekt der niedersächsischen und der hessischen Justiz mit dem strategischen Ziel der Entwicklung einer zukunftsfähigen Justizsoftware auf Basis von Standardtechnologien gestartet. Das wesentliche Differenzierungsmerkmal des neuen Entwicklungsansatzes gegenüber existierenden Ansätzen ist die größtmögliche Verwendung der Funktionalität von Standardprodukten und Fokussierung der Eigenentwicklung auf die geschäftsspezifische Funktionalität der Justiz.

NeFa ist angetreten, unter Nutzung moderner und zukunftssicherer Entwicklungstechnologien ein breites Angebot an elektronischer Unterstützung zu bieten. Dazu ist eine moderne Anwendung zur Arbeitsplatzunterstützung auch für Richterinnen und Richter sowie Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger entwickelt worden, deren Textsystem auf vertrauter Standardbürosoftware (MS WORD) basiert und die Grundfunktionalitäten für die Anbindung des elektronischen Rechtsverkehrs und der Führung elektronischer Akten enthält. So können etwa elektronische Nachrichten aus „NeFa" heraus mittels des elektronischen Gerichts- und Verwaltungspostfachs (EGVP) versandt und zugestellt sowie in „NeFa" erzeugte Dokumente in einer Dokumentensammlung zum Abruf am Arbeitsplatz bereit gehalten werden.
Für die Arbeitsplätze der Richterinnen und Richter sowie Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger sind Funktionen zur elektronischen Steuerung der nachfolgenden Bearbeitung integriert worden, die individuelle Arbeitsweisen unterstützen. So wird insbesondere die vertraute Verfügungstechnik - einfach und zeitsparend anwendbar - in einer den spezifischen Anforderungen dieser Nutzergruppe entsprechenden Benutzeroberfläche elektronisch abgebildet. Auch stehen weitere unterstützende Funktionen, etwa zur Kostenfestsetzung, zur Verfügung.

„NeFa" wird durch Niedersachsen im Rahmen der Zusammenarbeit mit Nordrhein-Westfalen und den EUREKA-Ländern Hessen, Bremen, Sachsen-Anhalt und Saarland in den e²-Verbund eingebracht und erhält mit Blick auf die hier geltende Nomenklatur die neue Bezeichnung e²T (ergonomische, elektronische Textanwendung).
Diese neue Benennung stellt allerdings nicht allein einen neuen Namen dar. Sie steht vielmehr für die Veränderungen, welche diese Anwendung im Zuge ihrer Konsolidierung hinsichtlich der Anforderungen aus dem e²-Verbund im Sinne einer länderübergreifenden, gemeinsamen Entwicklung erfährt. Insbesondere ist eine Zusammenführung mit dem bislang in Nordrhein-Westfalen eingesetzten Textsystem Justiz (TSJ) zu einem neuen, in der Funktionalität optimierten Produkt vorgesehen. Deshalb werden neben den weiteren Ländern des e²-Verbundes vor allem die bisherige Projektleitung NeFa (jetzt Projektleitung e²T) sowie die Verfahrenspflegestelle TSJ bei dem Oberlandesgericht Köln zusammenwirken, um gemeinsam eine verbundweit erfolgreich integrierbare Textanwendung e²T zu entwickeln.

Daneben ist die strategische Ausrichtung von e²T mit Blick die weiteren Module des e²-Verbundes, insbesondere die ergonomische, elektronische Akte (e²A), partiell angepasst worden. Danach wird e²T verbundweit die Texterzeugung realisieren. Auf diese Weise fügt sich „NeFa" nahtlos in die sich in der Entwicklung befindende Anwendungslandschaft des neu gegründeten e²-Verbundes ein. Die weitere Entwicklung von NeFa kann unter dem neuen Namen e²T und im Kontext des e²-Verbundes betrachtet werden.

Die Historie finden Sie hier („NeFa"-Newsletter):
Tastatur

Übersicht